Am nächsten Vormittag erreichen wir die Hauptinsel Südgeorgien (South Georgia). Sie gehört zu dem britischen Überseegebiet Südgeorgien & die Südlichen Sandwichinseln. Die Hauptinsel Südgeorgien liegt ungefähr tausendfünfhundert Kilometer östlich der Falklandinseln und damit mitten im Südatlanktik. Nur per Schiff kann man diese Insel besuchen und sie hat keine dauerhafte Bevölkerung. Um hier an Land gehen zu dürfen, muss man vorab ein Visum bei der südgeorgischen Regierung beantragen.
Wir erreichen Südgeorgien von Norden her sowie frühmorgens im Dezember 2025. Es ist noch etwas grau und regnerisch draußen.
Eine noch fast unberührte und abgeschiedene Welt. Es gibt hier keine dauerhaften menschlichen Bewohner.
Wir erreichen die King Haakon Bay und es gibt als erstes eine Ausfahrt mit den Zodiacs, allerdings ohne Anlandung. Dafür ist das Wetter noch nicht so gut. Aber so kann man sich schon einmal aklimatisieren. Es ist kühler geworden. Gute anderthalb Stunden dauert die Rundfahrt.
Erste Eindrücke von Südgeorgien von Zodiac aus. Wir nähern uns dem Briggs Glacier.
Schwimmende Königspinguine.
Ein männlicher Seebär am Strand.
Es geht dann noch ganz nah an einen Gletscher (Briggs Glacier) heran.
Nachmittags kommt die Sonne heraus. Es ist aktuell Sommer hier. Dennoch liegt hier Schnee.
Eine eisige Welt auch im Sommer. Es geht weiter rein in die King Haakon Bay.
Wir fahren entlang wunderschöner Berge ...
... und allmählich lichtet sich der Himmel immer mehr. Die Wolken verschwinden fast vollständig.
Herrliche Aussichten von Bord aus; einfach so schön.
Dann am Nachmittag die erste Anlandung auf Südgeorgien, in der King Haakon Bay, in Peggotty Bluff. Und gleich werden wir von Seebären empfangen mit teils nur wenige Stunden alten Babys, aber auch Pinguinen. Das ist ein einmaliges Erlebnis, dass man nicht vergessen kann: der Ausstieg aus dem Zodiac in nächster Nähe zu den Tieren, die keinerlei Scheu zeigen.
Ist das nicht einfach irre, am Strand von Peggotty Bluff zusammen mit Seebären. Sehr emotional!
Eine Seebärenfamilie aus nächster Nähe und in völlig unberührter Natur. Man hat das Gefühl jetzt in ihrem Reich zu sein, nur als Besucher!
Was für eine schöne Umgebung. Und jetzt ist es gar nicht mehr kalt. Die Sonne wärmt mehr als gedacht.
Südliche Seeelefanten ruhen im Gras.
Es geht nun auf eine kleine Wanderung, natürlich nur entlang des strickt abgesteckten Pfades des Expeditonsteams.
Weiße Berggipfel, wunderschön!
Es geht einen vorgegebenen Pfad entlang, der auf einen Hügel hochführt. Die Stöcke haben wir aber nicht zum Wandern bekommen, sondern zur falls notwendigen Seebärenabwehr, da die Tiere nicht wirklich Scheu vor Menschen haben und vor allem die Männchen manchmal etwas aufdringlich sein können.
Diese Aussicht erwartet uns dann oben, einfach traumhaft!
Das ist Südgeorgien!
Blick in die andere Richtung vom Hügel aus.
Danach hießt es dann wieder Abstieg!
Pinguine an einem See im Tal.
Abgesehen von den schneebedeckten Berggipfeln fühlt es sich hier an wie im Frühling. Und es ist jede Menge los. Neben den Seebären spazieren hier auch Königspinguine umher. Es ist absolut faszinierend. Dann geht es nach ungefähr zwei Stunden Aufenthalt - leider - wieder zurück an Bord. Man kann sich wirklich nur sehr schwer trennen.
Während der Ausfahrt aus der King Haakon Bay erwartet uns das nächste absolute Highlight; eine große Gruppe Orcas kreuzt unseren Weg.
Das "Orca-Expeditionsteam" war total aus dem Häuschen. Es waren an die fünfzehn Tiere, ganz nah am Schiff. Sie ließen sich überhaupt nicht von uns stören und schwimmen sehr lange neben unserem Schiff her. Laut Orca-Team sei es sehr selten, dass man hier Orcas zu sehen bekommt.
Noch ein letzter Blick bevor wir die Bay verlassen.
Das Wetter ist traumhaft und die See sehr ruhig. Unser Schiff besucht noch kurz eine kleine Höhle, in der Shackleton und seine Männer bei ihrer Expedition damals wohl Zuflucht gesucht hatten. Nach kurzem Halt geht es weiter.
Jetzt geht's raus aufs Meer.
Ein herrlicher Sonnenuntergang an diesem Abend.
Aussicht von fast ganz oben auf dem Schiff aufs weite Meer um Südgeorgien.
Wir sind nahe einer fast unbewohnten Insel mitten auf dem Atlantik!
Und was für ein Sonnenuntergang!


































